das nächste Stück

Das Tagebuch der Anne Frank Plakat

Die Aufführungen:

  • Samstag, 17. März 2018, um 20:00 Uhr
  • Sonntag, 18. März 2018, um 19:00 Uhr
  • Freitag, 23. März 2018, um 20:00 Uhr
  • Samstag, 24. März 2018, um 20:00 Uhr
  • Sonntag, 25. März 2018, um 19:00 Uhr
  • im Dachtheater in der Schlossmühle in Mering, 4. Stock (Aufzug vorhanden)


Die Karten:

  • ab 1. Februar 2018
    hier auf der Homepage ⇒ Kartenbestellung
  • ab 1. Februar 2018
    persönlich bei Elektro Schuster in Mering
  • ab 1. März 2018
    telefonisch unter 08233 780193
  • Erwachsene (ab 16 Jahren): 10 €
    Jugendliche (bis Vollendung 16. Lebensjahr): 7 €


Das Stück:

Das jüdische deutsche Mädchen Anne Frank flieht 1934 mit ihrer Familie vor dem um sich greifenden Antisemitismus in Nazideutschland in das noch unbesetzte Holland. Dort baut sich die Familie eine neue Existenz auf, vermeintlich weit weg von Hass und Unterdrückung. Doch im Jahre 1940 werden auch die Niederlande vom Hitler-Regime überrollt und die Jagd nach Juden und deren systematische Ausrottung beginnt. Jeden Tag verschwinden hunderte Jüdinnen und Juden aus Amsterdam und werden in die Konzentrationslager deportiert.

Die Familie Frank beschließt, sich zusammen mit einer weiteren jüdischen Familie vor den Greifern zu verstecken. Niemand weiß, wie lange dies nötig sein wird und es darf kein Fehler passieren, der die Aufmerksamkeit auf sie lenkt.

Abgeschnitten von der Außenwelt und mit eiserner Disziplin verbringt die Familie Tag um Tag, Woche um Woche und Monat um Monat im Hinterhaus eines Amsterdamer Geschäftshauses, eng gedrängt, ohne die Chance, sich zu bewegen, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, die Schule zu besuchen, arbeiten oder auch nur an die frische Luft zu gehen. Die lähmende Angst, beim kleinsten Fehlverhalten doch entdeckt zu werden und dem Vernichtungswahn der Nationalsozialisten zum Opfer zu fallen, ist stets präsent.

Die Eltern Frank versuchen, ihren Kindern Anne und Margot, sowie Peter, dem Sohn der ebenfalls in dem Versteck lebenden van Daans, so viel Normailität wie möglich zu bieten. Außerdem versteckt sich ihnen noch der Zahnarzt Fritz Dussel (gesprochen: Düssel). Es gibt feste Verhaltensregeln, einen Stundenplan und gemeinsame Feiern. Doch die Versorgungslage verschlechtert sich und ihre Unterstützer, die sie mit Lebensmitteln und allen wichtigen Infomationen versorgen, können kaum noch genug Essen aufbringen, zumal auch sie ein enormes Risiko eingehen, als Unterstützer erkannt, verhaftet und hart bestraft zu werden.

Je länger die Isolation dauert, desto mehr nehmen die Spannungen zwischen den Bewohnerinnen und Bewohnern des Verstecks zu. Sowohl zwischen den beiden Familien und Herrn Dussel, als auch zwischen Anne und ihrer Mutter entwickeln sich Misstrauen und Unverständnis. Andererseits entwickelt gerade die in der Pubertät befindliche Anne ein immer engeres Verhältnis zu Peter van Daan, mit dem sie sich nach anfänglicher Skepsis über die ihr wichtigen Dinge unterhalten kann.

Trotz aller Vorkehrungen und strenger Disziplin gelingt es letztlich nicht, das Versteck geheim zu halten. Die genauen Umstände des Verrats bleiben im Unklaren.

Anne Frank, zum Zeitpunkt des deutschen Einmarschs in Holland gerade einmal 13 Jahre alt, hielt die zweijährige Lebens- und Leidensgeschichte der Familie im Amsterdamer Versteck in ihrem Tagebuch fest. Nach Ende des Krieges erhielt der Vater, Otto Frank, als einzig Überlebender der Familie das Tagebuch seiner Tochter von einer Unterstützerin, als er noch einmal nach Amsterdam zurückkehrte.

Das NTM wagt sich mit großem Respekt, sowie im Bewusstsein der besonderen künstlerischen und gesellschaftlichen Verantwortung an dieses Theaterstück, das gleichermaßen bedrückendes, erschreckendes und mahnendes Zeugnis deutscher Geschichte ist.


Anne Frank: *

  • geboren am 12. Juni 1929 in Frankfurt am Main als Anneliese Marie Frank; Tochter von Edith Frank-Holländer und Otto Heinrich Frank; eine ältere Schwester Margot
  • der Vater war nach seiner Zeit als Offizier im 1. Weltkrieg Unternehmer in Frankfurt und kümmerte sich intensiv um die Bildung seiner beiden Töchter
  • sie wird von Freunden und Bekannten als vielseitig interessiert und lebhaft, aber auch oft extrovertiert und impulsiv beschrieben; sie fühlte sich gegenüber ihrer Schwester Margot benachteiligt
  • wenige Wochen nach Hitlers Machtergreifung 1933 erreichte die NSDAP bei der Kommunalwahl in Frankfurt die Mehrheit, weshalb Otto Frank große Probleme auf seine Familie zukommen sah; in diesem Jahr zog Edith Frank mit den Kindern nach Aachen zu ihrer Mutter, während Otto Frank in Amsterdam ein Geschäft aufbaute; im Februar 1934 siedelte die Familie vollständig nach Amsterdam um
  • 1935 und 1936 verbrachte Anne noch unbeschwert ihre Sommerferien im Anwesen ihrer Großtante Olga Spitzer im Schweizer Engadin
  • als die Wehrmacht im Mai 1940 die neutralen Niederlande besetzt, können die Eltern die politischen Probleme nicht länger vor ihren Kindern verborgen halten; Otto Frank versucht erfolglos, Asyl in den Vereinigten Staaten und in Kuba zu erhalten
  • in umittelbarer Folge eines Aufrufes, der die Deportation ihrer Schwester in ein Arbeitslager anordnete, begann am 6. Juli 1942 für die ganze Familie ein Leben im Untergrund, da eine Flucht aus den besetzten Niederlanden unmöglich erschien
  • Anne las in der Gefangenschaft viele Bücher und begann in das Tagebuch, das sie zu ihrem 13. Geburtstag von ihrem Vater geschenkt bekam, zu schreiben
  • am 10. August 1944 erschien die Polizei infolge eines Verrats und das Versteck wurde aufgedeckt; die Familie Frank wurde mit dem letzten Gefangenenzug in das Konzentrationslager Auschwitz deportiert, wo sie sich auch das letzte Mal sahen
  • während Anne, die – wie ihre Schwester – zwischenzeitlich an Krätze erkrankt war im Oktober 1944 nach Bergen-Belsen verlegt wurde, blieben ihre Eltern in Auschwitz, wo ihre Mutter verstarb; ihr Vater überlebte
  • in Bergen-Belsen mussten die Schwestern zunächst in Zelten leben und später wegen Läusebefalls ihre gesamte Kleidung abgeben; Anne ging Berichten von Mitgefangenen zufolge zu diesem Zeitpunkt bereits davon aus, dass ihre Eltern tot sein würden
  • es gilt als wahrscheinlich, dass sowohl Anne als auch ihre Schwester im Februar oder Anfang März 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen starben, nachdem sie sich mit Fleckfieber infiziert hatten
  • das Tagebuch wurde 1947 erstmals in den Niederlanden veröffentlicht; dabei wurden einige Passagen, in denen Anne kritisch über ihre Mutter schrieb, entfernt; erst im Jahr 2013 gab es eine Gesamtausgabe mit sämtlichen Texten

* Quelle: Wikipedia


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